Die meisten tun es regelmäßig, doch nicht jeder redet offen darüber. Selbstbefriedigung ist zwar kein Tabuthema mehr, doch wenn es darum geht, wie oft Männer und Frauen eigentlich selbst Hand anlegen, wird es schon etwas intimer. Gibt es denn überhaupt eine Häufigkeit, die als „normal“ angesehen wird? Ist oft masturbieren irgendwie ungesund? Antworten erhältst du hier.
Wie oft onanieren wir Männer wirklich?
Gerade während der Pubertät kann es schon mal vorkommen, dass Jungs es sich mehrmals am Tag selbst machen. Dies nimmt mit den Jahren zwar ab, passiert aber weitaus häufiger, als bei Frauen. Alte Mythen wie das Erblinden durch zu häufiges Onanieren sind aus heutiger Sicht ziemlich lachhaft. Regelmäßige Selbstbefriedigung kann aus männlicher Sicht sogar ziemlich gesund sein: So soll sie das Risiko senken, an Prostatakrebs zu erkranken.
Interessant ist der Unterschied zwischen Männern, die regelmäßig Sex haben und dem sexuell aktiven weiblichen Geschlecht: Denn in diesem Fall verspürt Mann wohl weniger oft das Bedürfnis, Hand anzulegen. Anders sieht es aus, wenn die Psyche down ist: Dann kann der Orgasmus Linderung verschaffen.
Der Großteil der befragten Männer gab in einer Umfrage an, jeden zweiten Tag zu masturbieren, 9% tun es sogar öfter als einmal am Tag.
Ist zu häufige Selbstbefriedigung ungesund?
Generell kann man sagen, dass es keine Norm oder einen Richtwert zur Häufigkeit von Selbstbefriedigung gibt. Ärzte und Sexualwissenschaftler sind sich einig: Wenn man Lust aufs Masturbieren hat, soll man es einfach machen. Das Verlangen danach ist ohnehin bei jedem Menschen anders stark ausgeprägt, zudem spielen immer auch andere Faktoren wie Zeitmangel oder Stress eine Rolle. Solosex kann jedoch auch beim Abbauen von Stress helfen und ausgeglichener machen, da er Endorphine freisetzt.
Kritisch wird es erst, wenn Selbstbefriedigung zur Sucht wird und man beginnt, sein soziales Leben zu vernachlässigen oder seinen Verpflichtungen nicht mehr nachkommen kann. Auch mehr als zehn Mal am Tag können auf Dauer ungewöhnlich sein; bei Männern wird dies ohnehin irgendwann schmerzhaft. Hier sollte man auf Zusammenhänge zu einer möglichen Pornosucht achten.